

Prof. Dr. Yskert von Kodolitsch leitet das interdisziplinäre Behandlungsteam der neuen Spezialambulanz für Patienten mit Marfan Syndrom und verwandten Bindegewebserkrankungen am HDZ NRW in Bad Oeynhausen. Foto: Finn Lehrke, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Erstmals Marfan Sprechstunden am Herzzentrum und Diabeteszentrum Nordrhein Westfalen (HDZ NRW)
Erstmals #Marfan Sprechstunden am #Herzzentrum und #Diabeteszentrum #Nordrhein #Westfalen (HDZ NRW)
#Bad #Oeynhausen, 2. Februar 2026
#Patienten, bei denen eine Bindegewebserkrankung mit möglicher Beteiligung von Herz oder großen Gefäßen vermutet oder bereits nachgewiesen wurde, finden in der Region ab sofort eine ausgewiesene Spezialambulanz am Herzzentrum und Diabeteszentrum NRW (#HDZ #NRW), Bad Oeynhausen.
Als 1. Einrichtung in #Ostwestfalen #Lippe erfüllt das HDZ NRW alle Voraussetzungen für die Teilnahme an der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung von Menschen mit Marfan Syndrom und verwandten Bindegewebserkrankungen. Der erweiterte Landesausschuss der #Ärzte, #Krankenkassen und #Krankenhäuser für #Westfalen #Lippe bestätigte dies mit Beschluss vom 22. Januar 2026.
»Das Marfan Syndrom ist eine seltene erbliche Bindegewebserkrankung, die durch einen Gendefekt verursacht wird und fast alle Organsysteme betreffen kann. Deshalb ist ein interdisziplinäres Behandlungsteam erforderlich«, erläutert Prof. Dr. Yskert von #Kodolitsch, #Kardiologe und #Oberarzt der Abteilung #Gefäßchirurgie am HDZ NRW. »Herz, Augen und Skelett sind besonders häufig betroffen. Dank medikamentöser #Therapie und modernen Operationen ist die Erkrankung heute so gut behandelbar, dass die durchschnittliche Lebenserwartung über 70 Jahre beträgt.«
In Deutschland leben schätzungsweise 8.000 bis 16.000 Menschen mit Marfan Syndrom. Häufig wird die Erkrankung erst entdeckt, wenn die Gefäßwände bereits geschwächt sind und gefährliche Komplikationen wie eine Erweiterung einer #Schlagader im #Brustkorb (#Aneurysma) oder ein Riss der Hauptschlagader (#Aortendissektion) auftreten – Situationen, die eine sofortige herz oder gefäßchirurgische Behandlung erfordern.
»Eine frühe und spezialisierte Diagnostik ist entscheidend, um schwere Verläufe zu verhindern«, betont Professor von Kodolitsch. Das kardiogenetische Labor unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelius Knabbe, Laboratoriumsmedizin MVZ am HDZ NRW, führt dazu die genetischen Analysen durch. Als ausgewiesener Marfan Experte, der an der Entwicklung der ersten bundesweiten Leitlinien mitgewirkt hat, übernimmt Professor von Kodolitsch die genetischen Beratungsgespräche und leitet das interdisziplinäre Behandlungsteam.
»Unser Kernteam vereint Experten aus #Kardiologie, #Herzchirurgie, #Augenheilkunde, #Orthopädie und #Unfallchirurgie, #Kinderkardiologie, #Frauenheilkunde und #Geburtshilfe, #Gefäßchirurgie sowie #Humangenetik. Gemeinsam stellen sie die umfassende ambulante Betreuung von Patienten mit Marfan Syndrom, verwandten Bindegewebserkrankungen oder Verdachtsdiagnose sicher. Damit bieten wir erstmals in Ostwestfalen Lippe eine spezialisierte Marfan Sprechstunde an – mit einem erfahrenen Team, das die oft komplexen Auswirkungen dieser Erkrankung auf verschiedene Organsysteme optimal behandelt.« Die Spezialambulanz ist ab sofort erreichbar unter Telefon +495731972060.









