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Caritas international: Kolumbien muss zum Dialog zurückkehren und die Gewalt beenden
Das Land befindet sich nach 50 Jahren Bürgerkrieg und dem 2016 erfolgten Friedensschluss immer noch in einer sehr labilen Situation, in der die Aussöhnung kaum vorankommt und die Gewalt wieder zunimmt. »Kolumbien steckt in einer fundamentalen sozialen, ökonomischen und politischen Krise, die nur durch Reformen und echte Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen überwunden werden kann«, so Peter Neher. Wichtig sei die Beteiligung auch der Indigenen und jungen Menschen im Land. »Caritas international unterstützt daher die aktive Vermittlerrolle zwischen nationalem Streikkomitee und Regierung, die die kolumbianische Kirche und die Caritas Kolumbiens Präsident Duque angeboten haben und bereits wahrnehmen.«
Auslöser der Proteste, die vor allem in den urbanen Zentren Kolumbiens zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei und zum Einsatz von Militär führten, war eine durch die Regierung geplante Steuerreform. Sie sollte den durch die Corona-Pandemie in Schräglage gekommenen Staatshaushalt wieder ins Lot bringen. Schultern sollten diese Last jedoch vor allem die einkommensschwachen Schichten der Gesellschaft, was zu den Protesten führte.
Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.









