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Greenpeace-Recherche zeigt: Amazon zerstört Neuware – Filmaufnahmen belegen Verstoß gegen Gesetz zum Ressourcenschutz
Greenpeace hatte Ende 2019 erstmals dokumentiert, welche Neuwaren in Winsen regelmäßig weggeworfen werden. Die Enthüllung hatte dazu beigetragen, dass der Bundestag 2020 im Zuge einer Reform des Kreislaufwirtschaftsgesetzes neue Regeln für Händler eingeführt hat: Die Obhutspflicht schreibt laut Gesetzestext vor, "beim Vertrieb der Erzeugnisse, auch im Zusammenhang mit deren Rücknahme oder Rückgabe, dafür zu sorgen, dass die Gebrauchstauglichkeit der Erzeugnisse erhalten bleibt und diese nicht zu Abfall werden".
Amazon plante Unterlaufen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
Amazon nutzt aus, dass es bisher an einer Rechtsverordnung zur Obhutspflicht fehlt, weshalb keine Strafen verhängt werden. Und der Konzern bereitet sich bereits darauf vor, dass laut Gesetz Entsorgungsunternehmer nur noch kaputte Ware abholen dürfen. Greenpeace liegen Informationen vor, dass Amazon künftig originalverpackte T-Shirts zerschneiden wollte, bevor sie in die Abfalltonne geworfen werden. Ein Testlauf fand bereits statt, bei dem Textilien mit der Schere zerstört wurden. "Amazon plante bereits, ein Gesetz zu unterlaufen, bevor das Umweltministerium es überhaupt schafft, es anzuwenden! Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss handeln, denn Ressourcenschutz ist Klimaschutz!", sagt Wohlgemuth. "Das Vernichten von Neuwaren muss noch in dieser Legislaturperiode strafbar werden!"
Für die Enthüllung hat ein Greenpeace-Rechercheur mehrere Wochen als Angestellter im Amazon-Logistikzentrum in Winsen gearbeitet und die Vorgänge dokumentiert. Das Magazin "Panorama", dem Greenpeace die Filmaufnahmen und die Informationen vorab zur Verfügung gestellt hat, berichtet heute Abend um 21.45 Uhr in der ARD.









