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Greenpeace-Aktive protestieren an Edeka-Zentrale für mehr Tier- und Klimaschutz – Supermarktkette will weiter Fleisch aus tierschutzwidriger Haltung verkaufen
Edeka hinkt den anderen Supermärkten hinterher
Konkurrenten wie Lidl und Rewe haben bereits angekündigt, ab wann sie kein Frischfleisch der schlechtesten Haltungsform 1 mehr verkaufen wollen. Haltungsbedingungen für Tiere der Haltungsform 1 und 2 verstoßen aus Greenpeace-Sicht gegen geltendes Tierschutzrecht. Mit zehn Prozent mehr Raum sind die Vorgaben der von der Initiative Tierwohl entwickelten Haltungsform 2 kaum besser als der gesetzliche Mindeststandard. Es mangelt an Beschäftigungsmöglichkeiten, Licht, Stroh, Auslauf oder Außenklimazonen. Auch gentechnisch verändertes Futter oder Soja, dessen massenhafter Anbau für die Zerstörung wertvoller Wälder und Ökosysteme verantwortlich ist, kommt täglich zum Einsatz.
Die industrielle Tierhaltung verschärft die Klimakrise und ist für das Artensterben sowie die Verschmutzung von Wasser und Böden verantwortlich. Durch den häufigen Einsatz von Antibiotika entstehen gefährliche Resistenzen bei Krankheitserregern, gegen die Medikamente wirkungslos werden. Für mehr Tierwohl bei Edeka hatten daher schon am vergangenen Samstag Greenpeace-Aktive in mehr als 30 Städten protestiert. »Wir alle müssen unsere Essgewohnheiten den Anforderungen der Zukunft anpassen. Billigfleisch ist ein unmoralisches Angebot, deshalb muss Edeka endlich Verantwortung übernehmen. Dazu gehört, dass sie aufhören, mit Werbung für Billigfleisch die Kund:innen in die Filialen zu locken«, sagt Huxdorff.









